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Leitartikel Februar/März 2023

  • Autorenbild: dierkevers
    dierkevers
  • 4. Feb. 2023
  • 2 Min. Lesezeit

GOTTES WEGE SIND UNERFORSCHLICH,

NICHT ABER DER WEG ZU IHM.


Liebe(r) Leser(in),

ich lade dich ein, zunächst einige Zeit bei diesem Satz stehen zu bleiben. Ihn vielleicht noch einmal zu lesen, nachzuspüren, was er mit dir macht:

Gottes Wege sind unerforschlich, nicht aber der Weg zu ihm.


…aber der Weg zu ihm nicht.


Ich kann durch den Wald gehen und über die Schöpfung Gottes staunen. Ich kann mich ans Meer setzen und über Macht Gottes staunen.


Aber das Herz Gottes ist „erforschlich“; die Leidenschaft Gottes zu mir, seine Liebe, die alles erträgt, um mich weiter zu tragen, seine Idee von meiner Gegenwart und Zukunft, seine Worte zu mir, die aus einer gekrümmten Seele eine heile macht, seine Nähe zu den Unnahbaren, sein Statement vom Frieden, gegen Hass und Krieg.


Der Weg zu diesem Gott ist „erforschlich“, indem ich Jesus anschaue, die Evangelien lese. Ich kann erforschen, wie er auf Menschen zu ging und handelte, um sie zu erreichen. Ich kann lesen, wie er weinen konnte und „das Letzte gab“: sein Leben.

Er ist das „Herz“ Gottes, er ist Gottes „Gesicht“. Schaue ich ihn an, sehe ich die „Gesichtszüge, die Augen Gottes“.

Eine Beziehung beginnt.

Zwei Anmerkungen:


Die erste:

Wo kann ihn denn „anschauen“?

Noch mal: Ich kann mit anderen oder alleine die Bibel lesen, den Gottesdienst besuchen, mit Menschen sprechen, die auch neugierig sind, das „Gesicht Gottes“ zu sehen, zu erleben. Ich kann mir eine Zeit nehmen, in der ich bete.

Ich bin dann still, schließe die Augen, um diesen Jesus vor Augen zu haben. Ich lasse mich in die Arme nehmen von seinem Wort und erlebe, wie er sie auch wieder öffnet: „Nun geh und sei mein Licht!“


Die zweite:

„Seine Wege sind unerforschlich“.

Stimmt. Wenn ich das vor Augen habe, was war und ist, Hunger, Sterben, Morden - dann werde ich schier irre: Warum haust du nicht dazwischen?

Wenn ich eines Tages sterbe und bei ihm „so richtig ankomme“, dann wird mein erster Satz sein: „Gott, ich habe eine Frage.“

Und er wird sagen: „Gut, dass du (hinter)fragst. Das ist ja auch ein Ausdruck unserer Beziehung. Du bist willkommen“


„Philippus, wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen! Wie kannst du da verlangen: Zeig uns den Vater?“ (Joh.14,9 ff)

Peter Borchert

 
 
 

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